Tagung in Regenstauf 2017

Herzliche Einladung zur nächsten Tagung in Regenstauf vom 30.9.-3.10.2017
Weitere Informationen Folder oder auf der Homepage www.jungfrauenweihe.de


Jungfrauenweihe in der Diözese Graz-Seckau

Am 8. Dezember 2016, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, spendete Diözesanbischof Dr. Wilhelm Krautwaschl Frau Monika Hacker in der übervollen Wallfahrtskirche Pöllauberg die Jungfrauenweihe. Es war die erste Jungfrauenweihe in der Diözese seit 2006.


Foto von F. Neuhold für das Sonntagsblatt der Diözese Graz-Seckau


Herzliche Einladung zu einer Jungfrauenweihe in der Diözese Graz-Seckau:

Donnerstag, 8. Dezember 2016 um 16.00 Uhr in der Kirche Pöllauberg: Jungfrauenweihe von Frau Monika Hacker

Einladung



Jungfrauenweihe in Wien

In der Erzdiözese Wien hat Frau Ulrike Zeller am 29. April 2016 die Jungfrauenweihe empfangen.







MEIN ZEUGNIS: JESUS ist d i e Freude meines Lebens und meine erste Liebe

Schon seit meiner frühesten Kindheit war Jesus mein Trost, denn ER hat mich in allen schweren Schicksalsschlägen liebevoll umsorgt. Sehnsüchtig habe ich in meinem Leben bis jetzt nach der Berufung gesucht, die ich schon längst –seit vielen Jahren durch ein besonderes Erlebnis mit IHM - hatte. Ich weihte mich dem unbefleckten Herzen der Mutter Gottes . Im Jahr der Barmherzigkeit am 29.April 2016, am Fest der Hl.Katharina von Siena, habe ich nun die „Consecratio virginum“ (Jungfrauenweihe) durch Kardinal Christoph Schönborn empfangen. Diese Weihe ist Besiegelung meiner Hingabe an Jesus Christus und Lebenszeugnis für IHN zugleich. Durch die große Gnade der Konsekration bin ich schon jetzt in der Zeit Braut Christi. Ich versuche alles aus Liebe zu IHM zu tun. Mit der ganzen Kirche erwarte ich Sein Kommen in Herrlichkeit, und möchte selbst ganz Erwartung auf IHN sein!.


Jahr des Geweihten Lebens 2015

Im Jahr des Geweihten Lebens lädt die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und die Gemeinschaften des Apostolischen Lebens zu „Internationalen Begegnungen“ in Rom ein.

Von Donnerstag, den 28. Jänner 2016 bis Sonntag, den 31. Jänner 2016 findet ein Treffen für den Ordo virginum statt, zu dem alle virgines eingeladen sind.

Nähere Informationen: jungfrauenweihe.info@gmail.com

- mehr infos


Buchempfehlung

In der Reihe Ordo Virginum, die vom EOS Verlag Sankt Ottilien herausgegeben wird, ist auch ein dritter und ein vierter Band erschienen:

Virgo consecrata – für den Dienst der Kirche bestimmt, hrsg. von Maria Luisa Öfele und Irmingard Breuer. EOS-Verlag Sankt Ottilien 2013. Band 3 der Reihe: Ordo Virginum. Frauen in der Nachfolge Jesu. - mehr infos

Virgo consecrata- Zeugin des Glaubens, hrsg. von Maria Luisa Öfele und Judith Belz. EOS-Verlag Sankt Ottilien 2014. Band 4 der Reihe: Ordo Virginum. Frauen in der Nachfolge Jesu. - mehr infos



Tagung in Regensburg

Auch heuer hat wieder eine Tagung für geweihte Jungfrauen in Regenstauf stattgefunden:

Zeit: 4.-7. Juni 2015

Thema: Ewiger Bund mit Gott

Information: Hauptabteilung Orden-Geistliche Gemeinschaften Bistum Regensburg

Tel.: 0049 941 597/1081

E-Mail: orden@bistum-regensburg.de.

Download: Folder



Jungfrauenweihe in Wien


Mit großer Freude und Dankbarkeit durfte ich am 27. Juni 2013 durch Eminenz Dr. Christoph Schönborn in der Andreaskapelle die Jungfrauenweihe empfangen.

"Alles besiegt die Liebe!
Sein Leben der Liebe zu weihen, das ist die Berufung eines jeden Menschen."

Diese Worte aus der Predigt bringen für mich wunderbar den Auftrag und die Sehnsucht meines Lebens zum Ausdruck.


Miriam Großpointner






Österreich-Treffen
30. August-1. September 2013 Salzburg

Das nächste Österreich-Treffen ist vom 30. August-1. September 2013 in Salzburg geplant.
Es soll wieder dem Austausch und der geistlichen Vertiefung dienen.

Im Haus St. Ulrich in Hochaltingen werden im Sommer wieder spezielle Exerzitien für „gottgeweihte Frauen in der Welt“ angeboten:
11. 7.-14. 7. 2013: „Das Gebet ist das Siegel der Jungfräulichkeit“
14. 7.-19. 7. 2013: „Es brannte hell in ihrer Hand die Lampe ihrer Wachsamkeit“
(Nähere Informationen auf der Homepage vom Haus St. Ulrich Hochaltingen)

Auch heuer hat in Regenstauf wieder eine Tagung zum Thema “ Virgo consecrata. Zeugin des Glaubens“ stattgefunden.
Ein Bericht darüber befindet sich auf der Homepage: www.ordovirginum.de

Es ist eine große Freude, dass wieder drei Jungfrauenweihen gefeiert wurden. Mag. Sylvia Kummer (Diözese St. Pölten), Maria Loley (Erzdiözese Wien) und Elisabeth Hammer (Erzdiözese Salzburg) haben die Jungfrauenweihe empfangen. Auch unsere Kandidatin in der Erzdiözese Wien wird bald ihre Jungfrauenweihe feiern dürfen!



Tagung in Regensburg

Der Verein Ordo Virginum Deutschland e. V. hat wieder eine Tagung organisiert, die vom 7.-10. Juni 2012 im Schloß Spindlhof stattgefunden hat. Das Thema lautete: "Die Virgo consecrata. Im Dienst der Kirche". Geweihte Jungfrauen aus ganz Europa haben daran teilgenommen. Nähere Informationen finden sich auf der Homepage: www.ordovirginum.de.



Buchempfehlung

In der Reihe Ordo Virginum, die vom EOS Verlag Sankt Ottilien herausgegeben wird, ist der 2. Band erschienen. Er trägt den Titel "Virgo consecrata - Braut Christi" und enthält die Vorträge der Tagung im Schloß Spindlhof 2011.



Wallfahrt nach Maria Puchheim am 5. Mai 2012

Jeden ersten Samstag im Monat veranstaltet die Legio Mariä von Linz eine Wallfahrt nach Maria Puchheim. Nach dem Rosenkranz und der hl. Messe stellt sich jeweils eine geistliche Gemeinschaft oder Gruppierung vor. Dank der Initiative von Ilse Maria Falkner waren wir am 5. Mai 2012 dazu eingeladen, um den Stand der geweihten Jungfrauen vorzustellen. Es wurde dafür auch ein Folder vorbereitet, den wir am Schluß ausgeteilt haben.



Neues Buch über den Ordo Virginum

Im EOS-Verlag Sankt Ottilien gibt es eine neue Reihe: Ordo Virginum. Frauen in der Nachfolge Jesu.
Der Band 1 „Geweihte Jungfräulichkeit. Eine vergessene kirchliche Lebensform", hrsg. von María Luisa Öfele und Irmingard Breuer enthält die Vorträge, die 2010 beim Treffen in Regenstauf gehalten wurden.


Österreich-Treffen 2011

Das nächste Österreich-Treffen findet vom 28.-30. Oktober 2011 in Innsbruck bei den Kontemplativen Schwestern vom Guten Hirten statt. Es soll wieder der geistlichen Vertiefung dienen und die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch bieten.


Jungfrauenweihe in Linz

In der Diözese Linz hat Danuta L. am 16. Juni 2011 durch Diözesanbischof Ludwig Schwarz die Jungfrauenweihe empfangen. Wir wünschen ihr Gottes Schutz und Segen auf ihrem Weg!


Jungfrauenweihe in Marchegg


Im Rahmen einer hl. Messe am 4. Juli 2010 in der Klosterkirche Marchegg hat Kardinal Christoph Schönborn Petra Maria Sarah G. die Jungfrauenweihe gespendet. "Ich lebe ein ganz normales Leben in der Welt, aber in besonderer Verbindung mit Jesus. Das bedeutet, zu versuchen, alles mit ihm zu teilen, was ich tue - in der Arbeit und in der Freizeit." sagt die 31-jährige Frau G., die seit einigen Jahren als selbständige Physiotherapeutin in Mödling tätig ist. "Es ist eher wie Verheiratet-Sein und weniger wie ein frommes Single-Dasein."



Tagung: "Geweihte Jungfräulichkeit in der Welt"

In Deutschland wurde ein Verein mit dem Namen "Ordo Virginum Deutschland e.V." gegründet. Er versteht sich als Vereinigung von geweihten Jungfrauen in Deutschland entsprechend can. 604 im Kirchenrecht. Er soll vor allem der geistlichen Vertiefung und der Vernetzung dienen. Dieser Verein veranstaltet eine Tagung mit dem Thema: "Geweihte Jungfräulichkeit in der Welt: gelebt-gefeiert-verkündet". Weitere Infos: www.ordovirginum.de


Jungfrauenweihen in Wien und in Salzburg

Wir freuen uns, dass zwei Kandidatinnen im Dezember 2009 die Jungfauenweihe empfangen haben. Gottes Segen möge sie begleiten!


Bericht
Österreich - Treffen in Michaelbeuern
10.-12. Juli 2009


Dieses Treffen, das einmal im Jahr stattfindet, bietet die Möglichkeit, Mitschwestern aus anderen Diözesen, die die Jungfrauenweihe empfangen haben, kennenzulernen und sich über unsere Lebensform, unsere Anliegen,…auszutauschen.

Zur geistlichen Vertiefung haben wir P. Paul Weingartner OCD eingeladen. Er hat über die Seelenburg der hl. Teresa von Avila und das Innere Gebet gesprochen. Nach einem Austausch haben wir das Thema des Inneren Gebetes mit dem Anhören einer CD von P. Hans Buob noch vertieft.

Ein wichtiger Teil unseres Treffens ist natürlich immer auch das gemeinsame Gebet und die Feier der Eucharistie.
Am Samstag hat Prälat Dr. Appesbacher die hl. Messe mit uns gefeiert. Er ist in der Erzdiöezese Salzburg zuständig für die Formen des Geweihten Lebens. An diesem Tag hat er seinen 45. Priesterweihetag gefeiert und in der Predigt ein sehr persönliches Zeugnis seines Glaubensweges gegeben.

Der Wunsch nach gemeinsamen Exerzitien mit einem Referenten, der mit unserer Lebensform, dem Wesen der Jungfrauenweihe, vertraut ist, ist für uns ein besonders wichtiges Anliegen. In Hochaltingen wurden immer wieder Exerzitien speziell für geweihte Jungfrauen angeboten, an die wir uns gegebenenfalls anschließen könnten.
Genauere Informationen folgen!

Das nächste Österreich - Treffen 2010 soll in der Diözese Linz stattfinden.



Gedanken über das innere Gebet der hl.Teresa von Avila

„Denn meiner Meinung nach ist inneres Beten nichts anderes als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir wissen, dass er uns liebt.“ (Leben 8,5)

„Die Seele kann sich Christus als gegenwärtig vorstellen und sich angewöhnen, seine heilige Menschheit recht innig zu lieben, ihn stets mit sich herumzuführen, mit ihm zu reden, ihm ihre Bdürfnisse mitzuteilen, ihre Leiden zu klagen, sich mit ihm zu freuen, wenn es ihr wohlergeht, und in diesem Wohlergehen seiner nicht zu vergessen. Dazu bedarf sie keiner künstlich ausgedachten Gebete; es genügen ganz einfache Worte, die ihre Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken."(Leben 12,2)

„Dazu ist das innere Beten da, meine Töchter, dazu dient die geistliche Vermählung, dass ihr immerfort Werke entsprießen, Werke!“ (Innere Burg 7,4)



Internationaler Kongress
der Geweihten Jungfrauen vom 14. -20. Mai 2008 in Rom

Im Juni 1995 fand anlässlich des 25. Jahrestages der Promulgation des erneuerten Ritus der Jungfrauenweihe ein Internationales Treffen in Rom statt. Frauen aus den verschiedensten Ländern kamen zu diesem Treffen und hatten die Gelegenheit, ihre Berufung zu vertiefen und einander auf diesem Weg zu stärken.

In diesem Jahr fand ein 2. Internationaler Kongress des Ordo Virginum, des Standes der Geweihten Jungfrauen, in Rom statt. Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens in Rom hat dieses Treffen einberufen. Zu diesem Kongress sind ca. 500 Frauen aus der ganzen Welt gekommen, auch 7 virgines aus Österreich haben teilgenommen.

Die Vorträge, die bei diesem Treffen gehalten wurden, die Ansprache des Hl. Vaters und andere wichtige Texte werden zur Zeit bearbeitet und übersetzt und vom Vatikan publiziert.


Der folgende Bericht der Bischöflichen Pressestelle des Bistums Regensburg lässt erkennen, welch großes Geschenk dieses Romtreffen für uns war.


„Gottgeweihte Jungfräulichkeit: eine Gabe in der Kirche und für die Kirche“

(pdr) Vom 14. bis 20. Mai 2008 hat in Rom der 2. Internationale Kongress des Ordo Virginum, des Standes der geweihten Jungfrauen, stattgefunden. Das Thema des Kongresses, das auf den vormaligen Kardinal Ratzinger zurückgeht, lautete „Geweihte Jungfräulichkeit: eine Gabe in der Kirche und für die Kirche“. Eingeladen hatte Franc Kardinal Rodé, Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens. Der Kongress diente einer theologischen Vertiefung der Berufung und war mit einer Wallfahrt nach Rom verbunden.

Weltweit gibt es rund 3000 geweihte Jungfrauen, von ihnen leben mindestens 1000 Frauen auf dem amerikanischen Kontinent und 1500 in Europa. In Deutschland gibt es ca. 150 Virgines consecratae und derzeit 8 Kandidatinnen. 500 Virgines consecratae aus aller Welt, darunter 38 geweihte Jungfrauen aus 14 verschiedenen deutschen Diözesen, tagten im Auditorium Johannes Paul II. im Athenaeum Pontificium Regina Apostolorum in Rom. Bischöfe und geweihte Jungfrauen aus verschiedenen Ländern sprachen über die historischen Aspekte der Jungfrauenweihe und ihre Erneuerung im 20. Jahrhundert, über die Kirche als Braut Christi und die theologischen Aspekte des Weiheritus. Aspekte der trinitarischen, christologischen, marianischen, kirchlichen und eschatologischen Dimension der Berufung haben zu einer theologischen Vertiefung der Berufung beigetragen. Ebenso wurden Aspekte des Lebens der Virgo consecrata in Kirche und Welt und die bräutliche Liebe in der mystischen Lehre des heiligen Johannes vom Kreuz betrachtet. Kardinal Rodé betonte, dass die Virgo consecrata dazu berufen ist, die Originalität und den Reichtum der bräutlichen Beziehung mit Christus in aller Spezifizikation zu manifestieren, indem sie den sakralen Charakter eines exklusiv der Liebe Christi und seinem Reich geschenktem Lebens intensiviert.

Die Berichte über das Leben der Virgines consecratae in allen Ländern zeigten die Vielfalt der Lebensformen dieser Berufung. Frauen, die in muslimisch geprägten Ländern ihrer Berufung treu bleiben, sind gezwungen, diese ganz im Verborgenen zu bewahren. Afrikanische Virgines consecratae geben durch ihre Berufung ein großes Zeugnis der Liebe zu Christus, da andere Werte die Kultur bestimmen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Privataudienz für die Teilnehmer des Kongresses am 15. Mai mit dem Heiligen Vater in der Sala Clementina. Ordinariatsrätin María Luisa Öfele, Mitglied der internationalen Kommission zur Vorbereitung des Kongresses, wurde im Auftrag von Kardinal Franc Rodé gebeten, die Grußworte an den Heiligen Vater zu richten. Der Heilige Vater ermutigte die geweihten Jungfrauen, ihre Berufung täglich in ihrem „für den Glauben leuchtenden und fruchtbaren Charisma zu festigen, das aber dunkel und unnütz in den Augen der Welt“ scheint. Benedikt XVI. erinnerte die Rompilger daran, dass der „Ordo Virginum“ in der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu einer neuen Blüte gekommen sei. Die Wurzeln dieses Standes gingen „auf die Anfänge des Lebens nach dem Evangelium als eine unerhörte Neuheit“ zurück. Es handle sich um ein Charisma, das keine besondere Lebensart vorgesehen und sich langsam institutionalisiert habe, bis hin zur feierlichen öffentlichen Weihe, die vom Bischof gespendet worden sei. „Eure Berufung ist zutiefst in der Teilkirche verwurzelt, der ihr angehört: Eure Bischöfe sind für die Unterscheidung Eures Charismas der Jungfräulichkeit zuständig, sie weihen Euch und Sie stehen Euch möglicherweise nahe auf Eurem Weg, um Euch die Gottesfurcht zu lehren, so wie sie sich in der feierlichen Weiheliturgie verpflichten“. Normalerweise verblieben geweihte Jungfrauen in ihrem Lebensumfeld, erklärte der Papst. Es handle sich um einen Weg, der anscheinend keine spezifischen Eigenschaften des religiösen Lebens vorweisen könne wie etwa den Gehorsam, erfordere aber implizit die Erfüllung der evangelischen Räte, um die Treue zu Christus unversehrt zu bewahren.

Benedikt XVI. sprach abschließend die Hoffnung aus, dass die Gott geweihten Jungfrauen immer die Würde der Braut Christi ausstrahlen und so die Neuheit des christlichen Daseins und die ruhige Erwartung des künftigen Lebens zum Ausdruck bringen mögen. Gott geweihte Personen sind wie „Sterne“, die der Welt die richtige Richtung weisen, bekräftigte Papst Benedikt XVI. „Die Entscheidung zum jungfräulichen Leben ist“, so der Papst, „eine Erinnerung an die Vergänglichkeit der irdischen Wirklichkeiten und eine Vorwegnahme der künftigen Güter. Seid Zeugen der wachsamen und tätigen Erwartung, der Freude und des Friedens, der dem zueigen ist, der sich der Liebe Gottes hingibt. Seid in der Welt und dennoch Pilgerinnen unterwegs zum Reich.“

Die dem Kongress sich anschließenden Tage der Pilgerreise waren eine Gelegenheit, freundschaftlichen Beziehungen zu knüpfen und zu vertiefen, während die heiligen Stätten besucht wurden. Insbesondere sei ein Weg auf den Spuren der Virgines in Rom, vor allem nach St. Agnese, hervorzuheben. Von der heiligen Agnes stammt eine Antiphon im Weiheritus. Die gemeinsamen Tage endeten mit der feierlichen Eucharistiefeier in der Basilika St. Paul vor den Mauern und einer Einführung ins Paulusjahr.


Die Grußworte, die Ordinariatsrätin María Luisa Öfele während der Audienz der Virgines consecratae am 15. Mai 2008 an den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., richtete, im Wortlaut:

Heiliger Vater!

Erfüllt von großer Freude und tiefem Dank sind wir heute als gottgeweihte Jungfrauen aus 52 Ländern um den Nachfolger Petri versammelt. Von Herzen danken wir Eurer Heiligkeit für das Geschenk dieser Begegnung, die wir im Gebet und in hoffnungsvoller Vorfreude erwartet haben! Viele von uns, die in diesen Tagen des internationalen Kongresses und der Pilgerreise nicht anwesend sein können, sind zu dieser Stunde im Gebet mit Eurer Heiligkeit und uns allen hier in Rom verbunden. Seit den Zeiten der Apostel hat der Herr christliche Frauen dazu berufen, sich in einer größeren Freiheit des Herzens, des Leibes und des Geistes ungeteilt an ihn zu binden.

„Die Feier der Jungfrauenweihe gehört zu den kostbarsten Schätzen der römischen Liturgie“ , die - wie das Sakrament der Ehe - von der Verbindung der Kirche mit Christus und von der Schönheit der Vermählung mit Christus kündet. Durch einen feierlichen Ritus der Kirche wird die Jungfrau zu einer gottgeweihten Person, zu einem ekklesialen Zeichen, da die Kirche selbst in erster Linie „Jungfrau“ und „Braut“ ist. Die bräutliche Beziehung mit dem verherrlichten Christus im „Ordo Virginum“ ist ein Charisma, das der Heilige Geist der Kirche schenkt. Wir besitzen es also nicht, sondern empfangen es. Als solches ist es darauf ausgerichtet, die Kirche in ihrem innersten Wesen aufzubauen. Heiliger Vater, wir danken heute für diese Gabe, die wir durch den Dienst der Kirche empfangen haben. Dieses Geschenk verpflichtet uns in jeder Lebensphase und vereint uns mit der Kirche in der brennenden Bitte: „Komm ... komm, Herr Jesus !“ (vgl. Offb 22, 17a.20b).

Gottgeweihte Jungfräulichkeit ist niemals nur eine private, persönliche Entscheidung, sondern eine „Gabe Gottes in der Kirche und für die Kirche“ (Kardinal Ratzinger). Als „Braut Christi“ die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen ist, gehört die „Virgo consecrata“ Christus und der Kirche. Wir sind vermählt, mit dem, dem die Engel dienen und dessen Schönheit Sonne und Mond bewundern. Die mystische Vermählung ist vor allem der Kern des Weihegebetes, der wir uns als „Virgines consecratae“ in aller Welt und in jeder Diözese verpflichtet wissen.
Heiliger Vater, wir erneuern heute unsere Treue gegenüber dem Nachfolger Petri und allen Hirten der Kirche sowie gegenüber dem kirchlichen Lehramt. Durch die Feier der Eucharistie, die Feier der Liturgie der Kirche, die Betrachtung der Hl. Schrift und durch unser Gebet, wissen wir uns zum Dienst der Kirche bestimmt. In Einheit mit der Kirche und unter dem Schutz der Allerheiligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria wollen wir ein „Zeugnis der Liebe und ein Zeichen des kommenden Reiches Gottes sein“ , „zum Lob der Herrlichkeit Gottes“ (Eph 1,14) und zum Heil der Menschen.

Unsere Antwort auf den Ruf des Bräutigams: „Höre, (…) sieh her und neige dein Ohr“ (Ps 45,11a) ist und bleibt eine Antwort im Glauben die wir täglich in der Gemeinschaft mit der ganzen Kirche erneuern. Wir bitten Sie, Heiliger Vater, stärken Sie uns im Glauben, damit wir alles finden in Christus, den wir über alles lieben und dem wir uns für immer geweiht haben.

Quelle: Bischöfliche Pressestelle Regensburg